Im Bauwesen und insbesondere bei Dachkonstruktionen werden am häufigsten Nadel- und Laubhölzer verwendet. Zu den Nadelhölzern gehören nordische Rot- und Weißtanne, Fichte, Lärche und Douglasie. Unter den europäischen Laubhölzern ist die Eiche eine bewährte Wahl.
Inhaltsverzeichnis

Rohholz vor dem Zuschnitt
DIE VERMARKTUNG VON HOLZ
Alles beginnt mit einem Baumstamm, aus dem das Holz gesägt wird. Als Plattenware: Die Baumstämme werden ohne Sortierung zu Bohlen aufgesägt. Dabei fallen viele Verschnittstücke und unbrauchbare Teile an. Besäumt: Die Bohlen werden in unterschiedliche Breiten geschnitten; dabei werden die meisten Fehler entfernt, um die Holzausbeute zu maximieren. Feste Querschnitte: Die Bohlen werden auf feste Breiten zugeschnitten und vermessen, damit Holz mit einheitlichen Abmessungen angeboten werden kann

Schritte beim Zuschnitt von Baumstämmen
DIE EIGENSCHAFTEN DER HOLZARTEN
Nadelhölzer werden nach ihrer Qualität eingestuft, die von den Ästen in den Holzstücken abhängt. Daher wählen Sie die Qualität entsprechend dem Verwendungszweck: vom Möbelbau (hohe Qualität) bis zum nicht sichtbaren Dachstuhl (geringere Qualität).

Ast im Holz
Klasse I: Auf drei Seiten astfrei. Klasse II: Bretter mit 25 mm Stärke: Äste von 10–12 mm. Klasse III: Bretter von 25 mm: Äste von 15mm. Klasse IV: Beste Qualität für sichtbare Dachkonstruktionen. Unsortiert: Tischlerqualität (gemischte Sortierung). Klasse VI: Übliche Qualität für Dachkonstruktionen.
Die Risikoklasse:
Ein wichtiger Faktor: Sie hängt von der Art der Umgebung ab, in der Ihr Holz eingesetzt wird. Sie wird durch die Einwirkung von Wasser, Witterung und Feuchtigkeit bestimmt.

Holz unter maritimen Witterungseinflüssen
Klasse 1: Unter Dach. Klasse 2: Grundsätzlich geschützt, jedoch mit möglicher unbeabsichtigter Wiederbefeuchtung. Klasse 3: Im Freien, der Witterung ausgesetzt, aber ohne direkten Erdkontakt. Klasse 4: In nahezu ständigem Kontakt mit Feuchtigkeit und in Kontakt mit Erdreich oder Süßwasser. Klasse 5: In Kontakt mit Salzwasser.
Die Dauerhaftigkeitsklasse:
Hölzer werden nach ihrer langfristigen Widerstandsfähigkeit, Härte, Witterungsbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse eingeteilt. Ihre natürliche Dauerhaftigkeit kann durch Verfahren wie Kesseldruckimprägnierung, Tauchen oder Salzbad verbessert werden.

Dachbauholz aus Eiche (sehr dauerhaftes Holz)
Klasse I Sehr dauerhaft (> 25 Jahre). Klasse II Dauerhaft (15 bis 25 Jahre). Klasse III Mäßig dauerhaft (10 bis 15 Jahre). Klasse IV Geringe Dauerhaftigkeit (< 10 Jahre) l. Klasse V Nicht dauerhaft.
HOLZARTEN UND IHRE VERWENDUNG
Klasse II: dauerhaft
(15 bis 25 Jahre)
Klasse III Mäßig dauerhaft
(10 bis 15 Jahre)
Klasse IV–V Gering bis nicht dauerhaft
(< 10 Jahre)

Die Eiche
INDUSTRIEEICHE Dichte: +/- 650 / 700 kg/m3. Dauerhaftigkeitsklasse: IV/V. Verwendung: schwere Tragkonstruktionen, Dachstühle. EUROPÄISCHE EICHE Dichte: +/- 700 kg/m3. Dauerhaftigkeitsklasse: II / III.
Verwendung: Möbel, Treppen, Türen, Parkett, Furniere.

Die Douglasie
DIE DOUGLASIE Dauerhaft und außergewöhnlich hart. Dichte: +/- 550 kg/m3. Dauerhaftigkeitsklasse: III.
Verwendungszwecke: Dachkonstruktion, schwerer Holzbau, Terrasse, Fassadenbekleidung.

Die Lärche
DIE LÄRCHE Hart, kann jedoch bei Feuchtigkeit schwinden und bei Hitze reißen. Dichte: +/- 600 kg/m3. Dauerhaftigkeitsklasse: III.
Verwendungszwecke: Dachkonstruktion, Täfelung, Terrasse, Fassadenbekleidung, …

Fichte und Kiefer (Weiß- und Rotholz)
WEISSTANNE UND ROTFICHTE AUS DEM NORDEN Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
DIE WEISSTANNE
Dichte: +/- 450 kg/m3. Dauerhaftigkeitsklasse: IV – V. Verwendungszwecke: Dachkonstruktion, Täfelung, Dekoration.
DIE ROTTANNE
Dichte: +/- 500 kg/m3. Dauerhaftigkeitsklasse: IV – V. Verwendungen: Dachstühle, Rahmenkonstruktionen, Tischlerarbeiten, Wand- und Deckenverkleidungen, Parkett, Treppen …

Die Fichte
DIE FICHTE Langlebig, sofern behandelt. Rohdichte: +/- 450 kg/m3. Dauerhaftigkeitsklasse: IV – V.
Verwendung: Dachstuhl, Tragwerk.
DER DACHSTUHL: DACH UND DACHAUFBAU BESSER VERSTEHEN
Ein Dachstuhl ist eine Konstruktion aus Holz- oder Metallteilen, die Bauwerke trägt oder überdeckt und Teil des Daches ist. Er bildet ein punktuell tragendes Gerüst, im Gegensatz zur linearen Tragstruktur einer durchgehenden Wand. Im Zimmererhandwerk werden bei den Nadelhölzern vor allem Tanne, Fichte, Lärche, Kiefer und Douglasie verwendet.

DER SPARREN: WIE SIEHT ER AUS? Es handelt sich um ein zugeschnittenes Holzbauteil mit quadratischem Querschnitt. Es ist Teil des Dachstuhls. Die Seitenlänge eines Sparrens beträgt zwischen 40 und 120 mm. Die Sparren werden in Abständen von 60 bis 75 cm eingebaut, um die Unterdachkonstruktion aufzunehmen, auf der die Dacheindeckung eines Hauses angebracht wird.
DIE DACHSCHALUNG: Es handelt sich um eine durchgehende Holzschalung, die auf den Sparren und unter den Dachlatten angebracht wird und die Dacheindeckung trägt.
DIE DACHLATTE: WOFÜR WIRD SIE VERWENDET? Die auch „Dachlatte“ genannte Latte wird auf Bauteile des Dachstuhls wie die Sparren genagelt oder geschraubt. Sie besteht in der Regel aus Holz und trägt Dachdeckungsmaterialien wie Schiefer oder Ziegel. Die Gesamtheit der Latten wird als Lattung bezeichnet.
DER DACHBINDER: Dies ist ein Bauteil des Dachstuhls. Der formstabile Binder nimmt Pfetten, First und Sparren auf und trägt das Gewicht der Eindeckung eines geneigten Dachs. Diese dreieckige Konstruktion steht senkrecht zu den Wänden. In einem traditionellen Dachstuhl besteht sie aus dem Zugbalken (A), den Streben (B), dem Hängepfosten (C) und den Kopfstreben (D), die diese verbinden.
DIE PFETTE: WAS IST DAS? Es ist ein besonders funktionales Bauteil des Dachstuhls, das die Dachdeckung trägt. Es liegt waagerecht auf den Dachbindern auf und trägt die Sparren.
DIE TRAUFPFETTE ODER „FUSSPFETTE“: Dies ist die Fußpfette am unteren Ende der Dachneigung, die auf der Außenwand des Hauses aufliegt. Die französische Bezeichnung „Sablière“ (von „sable“, Sand) rührt daher, dass Zimmerleute sie früher auf eine Steinmauer mit einem Sandbett legten, sodass sich die Pfette unter dem Gewicht der Dacheindeckung langsam setzen konnte.
DIE FIRSTPFETTE ODER „FIRSTPFETTE“: Das ist die Pfette am Dachfirst, wo die beiden Dachflächen oben zusammentreffen. Sie liegt am höchsten Punkt des Dachstuhls eines geneigten Dachs und trägt die oberen Enden der Sparren oder Dachplatten.
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Traditioneller Dachstuhl

